Unruhen im Iran gehen wahr­schein­lich vo­rü­ber

Für die Demonstrationen in Iran gibt es keinen un­mit­tel­ba­ren politischen Anlassfall. Viele in­ter­pre­tier­en diese als Zeichen der Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage in der Is­la­mi­schen Re­pu­blik. Die Reaktion der US-Administration gibt zwar Anlass zur Besorgnis, doch Irans politisches System dürfte stabil bleiben.

Schiitischer Halbmond

BRIEFING

Narrativ, der Staaten im Nahen Osten bezeichnet, in denen Schiiten die Bevölkerungsmehrheit stellen oder in denen Verbündete des Iran die Regierung kontrollieren. Die geografische Verteilung dieser Staaten ähnelt einem Halbmond. Der Begriff wurde zum Synonym für Irans regionale Ambitionen.

WEITERLESEN„Schiitischer Halbmond“

Saudisch-iranische Krise im Libanon

Die Krise im Libanon, ausgelöst vom Rücktritt des libanesischen Premiers Hariri, ist eine weitere Front im saudisch-iranischen Kalten Krieg. Riyadh riskiert die fragile Stabilität des Libanon wegen des be­fürch­te­ten iranischen Einflusses – ein Un­ter­fan­gen, bei dem es Partner braucht. Aber wieso jetzt? Wozu einen eigenen Verbündeten opfern?

Erdrutschsieg für Rouhani

Der iranische Präsident Hassan Rou­ha­ni hat einen Erd­rutsch­sieg bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len im Iran da­von­ge­tra­gen. Rouhani, ein mo­de­ra­ter Kan­di­dat, konnte sich gegenüber sei­nem Gegner Eb­ra­him Raisi mit 57% der Stimmen durchsetzen.

Moderate im Iran Kollateralschaden der US-Einwanderungspolitik

Ein wohl unbeabsichtigter Kollateralschaden der neuen US-Einwanderungspolitik sind die moderaten politischen Kräfte in der Islamischen Republik Iran. Allen voran befindet sich Präsident Rouhani in der politischen Zwickmühle. Sollte er im Mai nicht wiedergewählt werden, ist eine beiderseitige Eskalation umso wahrscheinlicher.